Zum Leben von Phyllis Krystal

Phyllis Krystal wurde in England geboren. Gerne wäre sie Chirurgin geworden. Die Folgen des Krieges machten dies jedoch unmöglich. Nach ihrem Universitätsabschluss in Mathematik unterrichtete sie über längere Zeit Piloten in diesem Fach. Ihre zweite Heirat führte sie in die USA, nach Los Angeles, wo sie eine Familie gründete, zwei Töchter aufzog und und über fünfzig Jahre ihres Lebens verbrachte. Ihre Lehrtätigkeit führte sie in zahlreiche Länder. Das hohe Alter verbrachte sie – noch immer lehrtätig – in Deutschland und der Schweiz. Verstorben ist sie in der Nähe ihres Geburtsortes in England.

Sie sei eine Suchende gewesen, erzählte sie. Sie studierte die Lehre von C.G. Jung und weitere westliche wie östliche Philosophien, auch die Advaita.

Eines Tages unterhielt sich sich mit ihrer Freundin darüber, dass sie manchmal Einsichten hätten, die von einer anderen – höheren – Ebene zu kommen schienen und ihnen genau die Antworten geben würden, die sie brauchten. Oft im Traum, vor oder nach dem Aufwachen oder in anderen Situationen, in denen Sie sich nicht bewusst mit der betreffenden Angelegenheit beschäftigt hatten. Sie fanden, es wäre sehr praktisch, diese Quelle die ganze Zeit zur Verfügung zu haben und nicht nur zufällig, dann und wann.

Sie beschlossen, einen Weg zu suchen um mit dieser Ebene, die ihnen weiser als der bewusste Verstand erschien – aktiv in Kontakt treten zu können. Und so begann ein Experiment.

Diese weisere und höhere Ebene nannten sie «Higher Consciousness», kurz «HiC», deutsch «Höheres Bewusstsein» oder «Höheres Selbst». Diese Ebene schien genau zu wissen, was sie brauchten und gleichzeitig ihr eigenes wie auch das Wohl aller Beteiligten im Auge zu haben.

Es war ein jahrelanger Prozess, erzählte Phyllis Krystal. Regelmässig arbeitete sie mit ihrer Freundin zusammen, die Informationen kamen in kleinen Stücken. Wenn sie ein Problem hatten, das sie mit dem bewussten Verstand (Tagesbewusstsein) nicht lösen konnten, wandten sie sich an das Höhere Bewusstsein. Die Antworten kamen, und ein Symbol kam zum anderen.

Klar wurde, dass nachhaltige Veränderungen dann möglich sein würden, auch das Unterbewusstsein – die Ebene, in der all unsere Erfahrungen und Prägungen gespeichert sind – direkt angesprochen würde, was mit Hilfe von Bildern – Symbolen – möglich ist. Aus dem anfänglichen Experiment der beiden Freundinnen entwickelte sich schliesslich eine umfassende Methode.

Ihre Zusammenarbeit hielten sie lange geheim. Die Menschen in ihrem Umfeld jedoch bemerkten deutliche, positive Veränderungen an ihnen und sie wurden gebeten, ihnen zu erklären, was es damit auf sich habe. Zögerlich begannen die beiden Freundinnen, von ihrer Methode zu erzählen und sie an Ratsuchende weiterzugeben. Das sprach sich herum. Auch Schauspieler, die Schwierigkeiten hatten, sich nach Abschluss von Dreharbeiten von den gespielten Rollen zu lösen, suchten die Beiden auf. Nun sei sie Chirurgin auf der Inneren Ebene geworden, meinte sie eines Tages in Bezug auf ihre Tätigkeit.

Phyllis Krystal verfasste schliesslich mehrere Bücher zum Thema, sie hielt Seminare in der ganzen Welt, teils vor hunderten von Menschen. Dies, obwohl sie dazu erzogen worden war, nicht gesehen und nicht gehört zu werden und gelernt hatte, jede Form von Aufmerksamkeit zu vermeiden. Das letzte, was sie sich selbst gewünscht hätte war, vor grossem Publikum zu sprechen. Jedoch ihr Höheres Selbst hatte andere Pläne mit ihr.

«Du kannst nicht zwei Meister haben», war eine ihrer Botschaften. Entweder du folgst dem Ego, in diesem Fall der Angst, oder dem Höheren Selbst. So sah sie sich gezwungen, ihre angelernte Schüchternheit zu überwinden um ihre Aufgabe zu erfüllen.

«Wenn ich es konnte, kannst du es auch!«, sagte sie zu ihren Schülern und ermutigte sie, ihre Einschränkungen abzulegen.

Kern der Methode ist es, die Führung über unser Leben dem Höheren Bewusstsein zu überlassen, das Tagesbewusstsein in seinen Dienst zu stellen und das Unterbewusstsein von dem zu befreien, was uns blockiert. So werden wir frei unsere Aufgabe zu erfüllen.

«Das Leben wird durch die Methode vielleicht nicht einfacher -aber es wird lohnender», meinte Phyllis Krystal in ihren späten Lebensjahren. Diese Erfahrung teilen mittlerweile viele Menschen mit ihr.

Irene Neuenschwander

«Ich unterstütze meine Klienten dabei Lösungen zu finden, die sie mit Vertrauen in die Zukunft blicken lassen. Um dies zu ermöglichen, habe ich einen persönlichen Approach entwickelt, der Situationen auf verschiedensten Ebenen beleuchtet.»

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